Interview mit Photograph Heiko Herrmann

Hallo Heiko, für die Veranstaltung »Würde und Demokratie im Zeitalter der Digitalisierung« habe ich den Kontakt zu dir gesucht, weil du der Urheber des Fotos von Simon Marian Hoffman bist und ich die Lizenzfreigabe für den Flyer und diese Website bei dir erfragt habe.

01. Was hat dich dazu bewogen diese Veranstaltung, mit der Freigabe des Nutzungsrechts deiner Fotokunst, zu unterstützen?

Grundsätzlich finde ich die Themen die Simon anpackt für meine Familie und für uns alle äußerst wichtig. Wir haben die Verantwortung und die Pflicht den Planeten wie auch unsere demokratische Gesellschaft der kommenden Generation in einem intakten Zustand zu übergeben. Als Deine Anfrage kam, habe ich mich von Anfang an sehr darüber gefreut und die Freigabe mit Freude erteilt. Ich bin ein persönlicher Fan von Simon. Was und wie er es anpackt – die Power dabei – hat mich von Beginn an mitgerissen.

Ich durfte Simon bei Fotoaufnahmen zu seinem in kürzester Zeit aus dem Boden gestampften Theaterstück »die wohlfeile Jugend« kennenlernen. Wir waren gleich auf einer Ebene und haben die Dinge gleich gesehen. Ich bin vermutlich doppelt so alt, da denkt man dann schon »hola …«.

02. Was bewegt dich Fotos zu machen oder was bedeutet dir diese Tätigkeit und worauf legst du dabei besonderen Wert?

Da das mein Beruf ist komme ich gar nicht daran vorbei. Aber ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Weg gehen kann. Nicht jedes Motiv suche ich selbst aus. Mancher Auftrag beinhaltet so gut wie keinen Spielraum, aber ich versuche natürlich den Dingen immer meinen Stempel aufzudrücken. Die persönliche Note eben.

Es ist einfach eine wunderbare Sache Bilder oder Bildwelten selber erschaffen zu können. Was mir aber an meinem Job mindestens genau so viel bedeutet, wie die Bilder die ich machen darf, sind die Menschen, die Orte und die Begebenheiten die ich kennenlernen, sehen, erleben durfte und darf. Ich sehe Dinge für die man normalerweise zwei oder drei Leben braucht.

Jeder neue Job, jeder Mensch den ich kennenlerne ist ein Gewinn.

03. Wie du sicher merkst, bin ich von deinem Foto sehr begeistert. Simon ist scharf zu sehen und drumherum ist alles in Bewegung. Hast du das in Photoshop nachbearbeitet, oder hast du da gezaubert? 

Wie ist das möglich und wie konntest du so viel Licht in die abendliche, oder ist das sogar eine nächtliche Stunde hineinbekommen? Hast du das Foto ganz bewusst so gemacht, oder ist das dann eher Zufall, dass alles so zusammenkommt, wie in diesem Moment? Wie war das an dem Abend?

Das freut mich natürlich ungemein. Ich habe Aufgrund der Nachtsituation eine lange Belichtungszeit gewählt. Um das Motiv in der Bildmitte dennoch hell und scharf zu bekommen habe ich diese Aufgeblitzt. Zu guter Letzt habe ich während des Belichtungsvorganges noch die Kamera gedreht. Dabei entstehen letztendlich die Lichtspuren.

Das ist eine Möglichkeit um Bewegung und Leben in ein eigentlich statisches Medium zu bringen. In der Retusche habe ich dem Bild noch einen knalligen Look verliehen und fertig war das Ganze.

04. Astrid und ich haben diese MicroSite an deiner Farbbexplosin orientiert. Ein reduziertes Webdesign, in dem die Inhalte wie Bild, Animationen, Video und Text zur Geltung kommen können. Wir empfinden deine Fotoarbeit als große kreative und optische Bereicherung für die digitale PR-Arbeit und möchten es nicht versäumen uns bei dir für dein Zutun, dein Können und dein Talent ganz herzlich zu bedanken. Wirst du am 17. Mai auch »analog« anwesend sein?

Ich werde auf jeden Fall analog und digital anwesend sein.

05. Gibt es etwas, was du dir für deine Gegenwart und Zukunft wünscht? 

Für meine Gegenwart wünsche ich mir auf jeden Fall mit mehr Leuten wie Dir in Kontakt zu treten. Ein Umfeld in dem Kreativität auch einen Stellenwert hat und in dem Sie auch gelebt werden kann.

Die Zukunftswünsche richte ich an meine Kinder und deren Generation wie auch den Nachfolgenden: »Ich wünsche Euch, dass wir es heute so hinbekommen, damit auch Ihr noch auf diesem wundervollen Planeten wandeln könnt«.

06. Möchtest du noch etwas sagen, was ich dich nicht gefragt habe?


Vielen Dank für deine Fragen, ich hab mich 15 Minuten lang gefühlt wie die ganz Großen.

07. Ich danke dir für das Interview und wünsche dir weiterhin alles, alles Gute für deine kreative Arbeit. Ich freue mich über dieses Foto mit dir in Kontakt gekommen zu sein und dich evtl. in Hannover dann zu treffen. Mal sehen, ob das klappt.

Da würde ich mich auch freuen. Auch Dir weiterhin alles Gute und Schöne.

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