Hanna Sikasa – Bardentreffen Highlight 2016

Das Highlight des diesjährigen Bardentreffens 2016 steht fest: es ist Singer-Songwriterin Hanna Sikasa.

Wie auch gestern, am letzten Tag des Musikspektakels in Nürnberg, ist heute ein sommerlicher und etwas kühler Vormittag, mit wundersamem Streulicht da draußen anzutreffen. Ich mag diese Stimmung, wenn man ohne die geringste Spur eines kleinen Fröstelns – nicht nur für uns Spanierinnen ganz wichtig – die Textilien vom leichten Sommerwind bewegt, die Haut darunter schön kühl gehalten wird und damit für wohlige Körper-Spannung sorgt.

Der heutige Montag verspricht somit erneut für diese melancholische Musik geeignet zu sein. Es lohnt sich, gleich in zwei Kostproben ihrer Songwriter-Perlen zu lauschen. Hanna Sikasa wohnt derzeit in Nürnberg – ich wiederhole mich, sie lebt in Nürnberg. Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt doch so nah. Es ist sogar in uns selbst – all das – was wir im Außen suchen. Aber das ist eine andere Baustelle.

Zurück zu Hanna Sikasa, die nicht nur ihren Wurli (Wurlitzer), sondern auch sonst ihren Kontrabass gekonnt und ebenso reduziert einzusetzen vermag. Hier ein kleiner Teaser, in dem sie mit ihren zu filigranem Spiel fähigen Musiker-Freunden an ihrer Seite, zu sehen und mit BITTER MOON zu hören ist. Dazu das Musikwerk TWO, welches wir gestern auch live auf dem nürnberger Lorenzer Platz erleben konnten:

Ihre weiche und samtige Stimme hat Tiefgang, der es in sich hat. Lizz Wright kommt mir unweigerlich in den Sinn. Aber Hanna Sikasas Gesang ist gerader und jazziger – allerdings ohne das mir oft zu starke und flimmerhärchen-insistierende Vibrato. Das hat sie nicht und tut der Seele gut. Ihre Stimme glättet das Rauhe und befriedet das Aufgeregte.

Die Instrumentalisierung ist ebenfalls im niederen Klangspektrum angesiedelt und ausgewählt. Wurlitzer, Kontrabass, Cello und als Overdub das Flügelhorn mit seinem ebenso matten und an den Klangspitzen angenehm entschärften Rauhklang, der an Chuck Mangione erinnern lässt.

Ein wunderschönes, wohltuendes, entschleunigtes und auditives Zeitloch tut sich am Lorenzer Platz auf und Sten Nadolny grüßt mit seiner Entdeckung der Langsamkeit, ehrfurchtsvoll aus Brandenburg.

Hanna Sikasa & Full Band setzt sich wie folgt zusammen: Hanna Sikasa – Komposition; Haupt-Stimme & Wurlitzer; Christoph Braun – Flügelhorn & Trompete; Juri Kannheiser / Cello; Tim Pförtner / Schlagzeug; Klaus Sebastian Klose / Kontrabass; Julia Nagele / Stimme; Matthias Jung / Stimme.

Flüstert es weiter und genießt ihre Stimme. Schaut euch gerne auf ihrer Website & ihrem FB-Account um. Lasst sie wissen, wenn es euch gefällt und vergesst das Feedback nicht. Ihr wisst ja, wir Menschlein mögen das. Und wer das jetzt verneint, dem glaub’ ich einfach nicht.

Menü